Leistung 01

Objektschutz

Eine feste Position am Werkstor oder im Objekt. Wer hereinkommt, ist angemeldet. Wer nicht angemeldet ist, kommt nicht herein.

Gewerbeobjekt bei Nacht, beleuchteter Zugang
Gewerbeobjekt bei Nacht, beleuchteter Zugang

Was Objektschutz im Alltag bedeutet

Objektschutz ist keine Reihe von Einzelmaßnahmen, sondern ein durchgehender Zustand. Solange eine Kraft im Objekt ist, gibt es eine Stelle, an der jede Bewegung zusammenläuft: wer kommt, wer geht, welche Tür offen steht, welches Fahrzeug auf dem Hof wartet. Genau diese Stelle fehlt in den meisten Betrieben nach Feierabend, und genau dort entstehen die Schäden.

Werkschutz meint dieselbe Aufgabe auf einem größeren, gewerblich genutzten Gelände. Hinzu kommen dort Themen, die ein reines Bürogebäude nicht hat: Lieferverkehr zu Zeiten, in denen keine Disposition mehr besetzt ist, Fremdfirmen mit eigenen Schlüsseln, Materiallager im Außenbereich, Tore, die aus betrieblichen Gründen offen bleiben müssen und trotzdem beaufsichtigt gehören.

Wir bauen die Leistung immer vom Objekt her auf, nicht vom Angebot her. Vor dem ersten Einsatz steht eine Begehung. Dabei wird aufgenommen, welche Zugänge es gibt, welche davon tatsächlich genutzt werden, wo die Grenze zwischen öffentlichem und Betriebs­gelände verläuft, wer im Ernstfall erreichbar ist und welche Anweisungen im Haus bereits gelten. Aus dieser Aufnahme entsteht die Dienst­anweisung. Sie ist der Text, nach dem die Kraft im Objekt arbeitet, und sie gehört Ihnen. Die Schichtlänge richtet sich nach Objekt und Dienstplanung; was in einer Schicht kontrolliert wurde und was vorgefallen ist, steht danach im Wachbuch am Objekt. Den Objektschutz übernehmen wir für Gewerbe­objekte und Werksgelände in Hamburg, in Barsbüttel und im Kreis Stormarn.

Was am Objekt geleistet wird

Der Umfang wird bei der Begehung festgelegt. Die folgenden Bausteine sind die, die in Gewerbeobjekten am häufigsten gebraucht werden.

Zutrittskontrolle

Prüfung an der Pforte oder am Tor: angemeldet oder nicht. Bei Fremdfirmen kommt die Prüfung der Auftragsunterlagen dazu, bei Lieferungen der Abgleich mit den Lieferpapieren. Wer nicht auf der Liste steht, wartet, bis eine zuständige Person aus dem Haus entscheidet.

Rundgänge nach Plan

Feste Kontrollpunkte, feste Reihenfolge, wechselnde Zeiten. Der Plan wird mit Ihnen abgestimmt und deckt die Stellen ab, an denen etwas passieren kann: Nebeneingänge, Lagerflächen, Technikräume, Zaunabschnitte, Notausgänge.

Schließdienst

Auf- und Zuschließen zu vereinbarten Zeiten, Kontrolle von Fenstern und Türen, Prüfung, ob Anlagen ausgeschaltet und Bereiche geräumt sind. Was verschlossen vorgefunden wurde und was nicht, steht im Wachbuch.

Alarm­verfolgung

Sie rufen unsere 24-Stunden-Nummer an, wir fahren hin und prüfen die Ursache vor Ort, bevor jemand aus Ihrem Haus nachts aus dem Bett muss. Eine Aufschaltung auf eine Leitstelle bieten wir nicht an, der Weg führt über den Anruf. Falschalarme werden als solche im Wachbuch festgehalten. Bei Gefahr für Menschen rufen wir immer sofort die 110 oder die 112; für alles andere läuft die Meldekette, die wir vor Einsatzbeginn mit Ihnen festgelegt haben.

Empfang von Fremdfirmen

Handwerker, Reinigung, Wartung und Lieferanten werden angenommen, eingewiesen und wieder abgemeldet. Wer wann wo war, ist danach nachvollziehbar.

Dokumentation

Am Ende jeder Schicht steht im Wachbuch, was kontrolliert wurde und was aufgefallen ist. Bei einem Vorfall verständigen wir Ihren Ansprech­partner noch während der Schicht und legen einen schriftlichen Vorfallbericht dazu.

Leistungsumfang

Diese Objektarten übernehmen wir im Objektschutz. Für die innere Ordnung eines laufenden Betriebs gibt es eine eigene Leistung, den Werkschutz.

Objektarten im Objektschutz

  • Bürogebäude
  • Gewerbeimmobilien
  • Industrieanlagen
  • Firmengelände
  • Lagerhallen
  • Einkaufszentren
  • Wohnanlagen
  • Parkhäuser
  • Baustellen
  • Öffentliche Einrichtungen

Wenn Ihr Objekt hier nicht steht, sprechen Sie uns an. Ob wir es übernehmen können, klären wir im Gespräch.

Objekttypen und was sich dort unterscheidet

Dieselbe Leistung sieht je nach Objekt anders aus. Diese Unterschiede werden bei der Begehung festgelegt.

Gewerbehof mit mehreren Mietern

Die Zuständigkeit endet an der Mietgrenze. Der Rundgang deckt Gemeinschaftsflächen, Zufahrten und Außenanlagen ab, nicht die Flächen einzelner Mieter.

Produktionsstandort

Der Schichtwechsel bestimmt den Takt. Präsenz ist vor allem in den Stunden gefragt, in denen keine Produktion läuft und trotzdem Fahrzeuge auf das Gelände wollen.

Lager und Umschlagfläche

Der Schwerpunkt liegt auf Fahrzeug- und Ladungskontrolle an den Toren, dazu Sichtkontrolle der Außenflächen und der Zäune.

Verwaltungsgebäude

Tagsüber Empfangscharakter, abends Schließdienst. Die Übergabe zwischen beiden Rollen ist der Punkt, an dem die Dienst­anweisung genau sein muss.

Leerstehendes Objekt

Kein Publikums­verkehr, dafür hohe Anziehungskraft für unbefugten Zutritt. Hier zählen wechselnde Kontrollzeiten mehr als lange Anwesenheit.

Kontrolle einer Tür nach einer Alarmmeldung
Kontrolle einer Tür nach einer Alarmmeldung
Abgleich von Lieferpapieren an der Zufahrt
Abgleich von Lieferpapieren an der Zufahrt

Wie eine Beauftragung abläuft

Am Anfang steht ein Gespräch, in dem Sie sagen, was Sie schützen wollen und wann. Danach folgt die Begehung vor Ort. Sie dauert je nach Größe des Objekts zwischen einer und drei Stunden und ist die Grundlage für alles Weitere. Ohne Begehung geben wir keine Zusage über einen Umfang ab, weil eine Zusage ohne Kenntnis des Objekts nichts wert ist.

Aus der Begehung entsteht ein Angebot mit Stundenumfang, Präsenzform und Zeitfenstern, dazu der Entwurf der Dienst­anweisung. Beides sehen Sie, bevor irgendetwas beginnt. Wenn Sie zustimmen, wird die Anweisung mit den eingesetzten Kräften durchgesprochen und der Einsatz startet zum vereinbarten Termin.

Die Tätigkeit fällt unter das Bewachungs­gewerbe nach § 34a Gewerbe­ordnung. Das ist der Rechtsrahmen, in dem gearbeitet wird. Welche Nachweise für Ihren konkreten Auftrag vorliegen müssen und welche vorliegen, klären wir im Gespräch und legen es schriftlich fest.

Häufige Fragen

Können Sie auch nur an einzelnen Tagen kommen?

Ja. Der Umfang wird bei der Begehung festgelegt. Einzelne Nächte, Wochenenden oder Betriebsferien sind genauso möglich wie eine dauerhafte Besetzung.

Was passiert bei einem Vorfall?

Zuerst prüft der Mitarbeiter Eigenschutz und Lage. Bei unmittelbarer Gefahr ruft er sofort die 110 oder die 112, ohne Rückfrage und ohne Wartezeit. Danach wird gesichert, soweit das gefahrlos möglich ist, Ihr Ansprech­partner verständigt und der Vorgang schriftlich festgehalten. Für alle Feststellungen ohne Gefahr für Menschen gilt die Meldekette aus der Dienst­anweisung: wer zuerst informiert wird und wer danach, legen Sie fest.

Bekommen wir die Berichte?

Bei einem Vorfall ja: den Vorfallbericht übergeben wir der von Ihnen benannten Stelle. Ohne Vorfall steht der Eintrag im Wachbuch am Objekt, in das Sie jederzeit sehen können. Eine Zusammenfassung über einen längeren Zeitraum stellen wir Ihnen auf Wunsch zusammen.

Sollen wir uns Ihr Objekt ansehen

Nennen Sie uns Objekt, Zeitraum und Präsenzform. Alles Weitere klären wir bei der Begehung vor Ort.

Vorab lesen: Was ein Sicherheitsdienst kostet

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